Bei allem Guten, das Zahnärzte in die Welt bringen, geht die Nachhaltigkeit unseres Planeten manchmal auf Kosten der Umwelt – doch im digitalen Zeitalter können Zahnarztpraxen umweltfreundlicher werden. Betrachtet man das Abwasser und den allgemeinen Abfall sowie die Büroflächen (zuzüglich Heizung und Klimaanlage), die für die Lagerung von Materialien und Patientenakten benötigt werden, ist der CO₂-Fußabdruck einer allgemeinen Zahnarztpraxis alles andere als schön. Laut der Eco Dentistry Association fallen in Zahnarztpraxen jedes Jahr 28 Millionen Liter giftiger Röntgenfixierflüssigkeit, 3,7 Tonnen Quecksilber sowie 680 Millionen Stuhlschutzhüllen, Lichtgriffabdeckungen und Patientenlätzchen an – von denen einige natürlich notwendig sind, andere Abfälle jedoch völlig unnötig sind. Lassen Sie uns Ihre Zahnarztpraxis nachhaltiger gestalten.
Moderne Herausforderungen erfordern moderne Lösungen. Von der Steigerung der Energieeffizienz eines Gebäudes über die Reduzierung der Patientenbesuche bis hin zur Abkehr von physischen Abformungen und sogar zur Einschränkung von Versand und Postversand – die Technologie bietet Zahnarztpraxen zahlreiche Möglichkeiten, bewusster zu arbeiten. Der Aufbau eines ethisch geführten Unternehmens ist nicht nur moralisch richtig, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll.
Zahnabdrücke
Beginnen wir zunächst mit den physischen Abdrücken: Materialien für Zahnabdrücke machen in vielen Zahnarztpraxen bis zu 30 % des Festmülls aus. Diese Negativmodelle des Mundes und des Bisses eines Patienten werden zum Gießen von Modellen verwendet und sind danach im Grunde genommen unbrauchbar. Wenn sie aus sogenannten irreversiblen Hydrokolloiden wie Alginat hergestellt sind, sind sie biokompatibel und können zu zersetzbarem Material, wie dem Kompostbehälter einer Gemeinde, hinzugefügt werden. Wenn sie aus Elastomeren wie Silikonen bestehen, sind sie nicht so gut biologisch abbaubar, sodass Zahnärzte alternative Entsorgungswege finden müssen. Ein Texaner hat seine alten Abformungen upcycelt, indem er damit Schlaglöcher füllte (das obige Bild stammt aus der ABC-13-Sendung). Da ein Großteil des zahnärztlichen Abfalls auf Deponien landet, ist es wahrscheinlich, dass alte Gipsmodelle jahrzehntelang im Boden liegen bleiben und den Boden sowie das mikrobielle Leben für unzählige Generationen beeinträchtigen.
Eine nachhaltige Lösung: Es gibt jedoch einen anderen Weg, der weitaus umweltfreundlicher ist: die digitale Zahnmedizin. Abgesehen davon, dass kein Material verbraucht und entsorgt werden muss, wird der digitale Abdruck elektronisch übermittelt, anstatt physisch versandt zu werden, was den CO₂-Fußabdruck erheblich verringert.
Patientenakten
Es liegt in der Verantwortung einer Zahnarztpraxis, Unterlagen aufzubewahren – manchmal bis zu sechs Jahre lang. Die Kosten für die Anschaffung und die Aufrechterhaltung des Platzbedarfs zur Aufbewahrung dieser physischen Unterlagen sind frustrierend und wirken angesichts der Quadratmeterkosten wie reine Verschwendung. Ja, auch dünne Papierstücke summieren sich.
Eine nachhaltige Lösung: Sehen Sie sich die HIPAA-Richtlinien an und steigen Sie auf digitale Lösungen um. Die unzähligen Regale voller Aktenordner befinden sich nun in Ihrem Computer und in einer sicheren Cloud. Es wird viel einfacher sein, Patientenakten zu finden und sie in jedem Behandlungsraum Ihrer Praxis aufzurufen – und auch die Bäume werden es Ihnen danken.
Einfache Lösungen
Die Umstellung Ihrer Zahnarztpraxis auf digitale Systeme verringert zudem die Notwendigkeit, bei allen Aufnahmen, die nicht der Bildgebung dienen, auf Film zurückzugreifen. Und es gibt noch viele weitere alltägliche, kostensparende und umweltfreundliche Tipps, die für jede Zahnarztpraxis gelten: den Austausch nicht unbedingt benötigter Leuchten durch energieeffizientere Glühbirnen; den Einsatz von Technologie zur Vermeidung von Papierrechnungen und Terminerinnerungen sowie das Bestreben, mehr zu recyceln. Kinder sollten natürlich weiterhin Aufkleber bekommen, aber Sie könnten Ihren Patienten auch empfehlen, rein natürliche Zahnseide zu verwenden, auf Einweg-Plastikzahnbürsten als Geschenke zu verzichten und daran zu erinnern, beim Zähneputzen das Wasser abzustellen. Jeder Tropfen zählt.
Effizienz
Und obwohl kleine Verbesserungen wie Energiesparlampen und Wasserzahnseide durchaus sinnvoll sind, liegt der eigentliche Motor für den geschäftlichen Erfolg in der Effizienz. Deshalb ist das digitale intraorale Scannen mehr als nur eine umweltfreundliche Lösung für Gipsabfälle. Die Leichtigkeit, mit der Zahnärzte einen Patienten für die digitale Modellierung scannen können, führt zu (zufriedeneren) Patienten, die weniger oft zum Zahnarzt müssen. Die verbesserte Präzision der Technologie führt zu besseren Kronen, Brücken und Prothesen, was wiederum Geld spart, aber auch Zeit, Besuche, Autofahrten und all den Abfall, der mit Ineffizienz einhergeht. Auf Effizienz zu setzen bedeutet, umweltfreundlich zu handeln, und umweltfreundliches Handeln bringt Ihnen Geld ein. Für Patienten, Zahnärzte, Mitarbeiter und sogar Mutter Erde – unsere digitale Zukunft schafft eine nachhaltigere Welt und verstärkt den positiven Einfluss, den Sie auf Ihre Gemeinschaft haben.
Digitale Zahnmedizin ist nachhaltig
