Dank der Verbesserungen bei Zirkoniumdioxid-Materialien und der Weiterentwicklung der Digitaltechnik, der Scanner sowie der CAD/CAM-Systeme lassen sich Zirkoniumdioxid-Kronen heute einfach planen, bearbeiten und herstellen. Das Wissen darüber, wie die Befestigung von Zirkoniumdioxid-Kronen verbessert werden kann, ist entscheidend für die Optimierung der Behandlungsergebnisse und die Maximierung der Lebensdauer der Restauration.
Die Beliebtheit von Zirkonkronen führte zur Entwicklung verschiedener Materialtypen, darunter geschichtetes und monolithisches Zirkon, die jeweils unterschiedliche klinische Vorteile bieten. Zudem stellt Zirkon eine metallfreie Alternative zu Metallkeramik-Kronen (PFM) dar.
Die Befestigungstechnik für Zirkonkronen unterscheidet sich von der für Metallkeramikkronen und andere Kronenmaterialien. Wenn Sie diese Unterschiede verstehen und die einzelnen Schritte der Befestigung von Zirkonkronen beherrschen, können Sie diese Restaurationen mit maximaler Effizienz durchführen und die Behandlungsergebnisse für Ihre Patienten verbessern.
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Schritte zur Befestigung von Zirkonkronen
Die Befestigung von Zirkonkronen erfolgt in mehreren Schritten. Viele davon ähneln der Befestigung anderer Kronenmaterialien. Es gibt jedoch einige Besonderheiten, die speziell für die Befestigung von Zirkonkronen gelten.
So wird beispielsweise die Haftung von Zirkonoxid durch Oberflächenabrieb verbessert. Daher gehört zur optimalen Befestigung von Zirkonoxidkronen das Luftabriebverfahren der Zirkonoxidoberfläche mit Aluminiumoxidpartikeln. Die Haftung von Zirkonoxid wird zudem durch den Einsatz von Primern und Befestigungszementen verbessert, die Methacryloyloxydecyl-Dihydrogenphosphat (MDP) enthalten.
Vorbereitung der Restaurierung
Zirkoniumdioxid-Restaurationen müssen vor dem Aufkleben auf den Zahn vorbereitet werden. Insbesondere müssen sie nach der Anprobe dekontaminiert werden. Verunreinigungen führen zu einer chemischen Reaktion, die die Haftung beeinträchtigt.
Bevor Sie also versuchen, die Restauration einzusetzen, sollten Sie alle Rückstände, die während der Anprobe auf die Restauration gelangt sind – wie beispielsweise Speichel –, entfernen. Wir empfehlen, die Innenfläche der Restauration zunächst mit Aluminiumoxid zu sandstrahlen, die Restauration anschließend mit Dampf zu reinigen und sie vollständig trocknen zu lassen, bevor Sie versuchen, sie am Zahn zu befestigen. Weitere Möglichkeiten zur Entfernung von Speichelrückständen sind das Strahlen mit Partikeln, Reinigungslösungen auf Zirkonoxidbasis sowie Flusssäure.
Vorbehandlung des Zahns
Nachdem Sie den provisorischen Zahn ersetzt haben, ist es unerlässlich, den Zahn vorzubehandeln, um alle Rückstände von Adhäsivmitteln, Desensibilisierungsmitteln, Desinfektionsmitteln und provisorischem Zement zu entfernen und so die bestmöglichen Haftbedingungen zu schaffen. Hierfür eignet sich eine mechanische Reinigung mit einer Bimssteinpaste.
Zement auftragen und die Krone einsetzen
Nun können Sie den Zement bereitstellen. Studien zeigen, dass sich für Zirkonoxid am besten Zemente eignen, die MDP enthalten.
Zunächst sollten Sie den ersten Teil des Zements entfernen, um sicherzustellen, dass eine gute Mischung für das Einsetzen vorhanden ist. Geben Sie dann den Zement in die vorbereitete und gereinigte Krone. Setzen Sie die Krone anschließend mit festem Fingerdruck ein.
Überschüssigen Zement entfernen und den Bereich säubern
Sobald die Krone eingesetzt ist und der Kleber ausgehärtet ist, entfernen Sie überschüssigen Zement rund um die Krone. Halten Sie die Krone mit dem Finger fest, während Sie den Scaler verwenden.
Es ist unbedingt erforderlich, den Zement nur so lange aushärten zu lassen, wie in der Gebrauchsanweisung des Herstellers angegeben. Andernfalls kann das Entfernen des überschüssigen Zements deutlich länger dauern.
Heilung
Härten Sie den Zement gemäß den Anweisungen des Herstellers aus. Achten Sie dabei besonders auf die Angaben zu den Oberflächen und Abständen in Bezug auf die Position der Lichthärteeinheit. Sobald der Zement die erforderliche Aushärtungszeit erreicht hat, arbeiten Sie die Restauration nach Wunsch nach und polieren Sie sie.
Was bei der Zementierung von Zirkonkronen zu vermeiden ist
Beachten Sie beim Zementieren der Zirkonkrone bitte Folgendes:
- Verwenden Sie bei Zirkonkronen keine herkömmlichen Oberflächenbehandlungen. Behandlungen wie Silanisierung und Säureätzung zeigen auf der inerten Oberfläche von Zirkon keine Wirkung.
- Vermeiden Sie Zementformulierungen ohne MDP. Forschungsergebnisse deuten zudem darauf hin, dass Zemente auf Zinkphosphat- und Bis-GMA-Basis sowie Glasionomerzemente nicht so gut wirken wie solche mit MDP.
- Halten Sie die Phosphorsäure während der Zementierung vom Zirkonoxid fern. Es darf kein Kontakt entstehen, da das Phosphat-Ion in der Säure die Haftfähigkeit des Zirkonoxids beeinträchtigt.
- Verwenden Sie bei der Reinigung des präparierten Zahns keine Prophylaxepaste. Die Paste enthält Reinigungsbestandteile, die dazu beitragen können, dass sich Kronen lösen.
- Wenden Sie beim Sandstrahlen im Rahmen der Vorbehandlung nicht zu viel Kraft an. Experten empfehlen für hochfestes Zirkonoxid eine Korngröße von 30 bis 50 Mikrometer und einen Strahldruck von etwa 20 bis 30 psi bei einem Abstand von zwei bis drei Zentimetern; für transluzentes Zirkonoxid sollten die unteren Werte dieser Bereiche gewählt werden.
- Verlassen Sie sich bei Fällen mit begrenzter mechanischer Retention nicht auf Selbstkleber, um die Restauration zu befestigen. Dies reicht möglicherweise nicht aus. Gleiches gilt für Restaurationen, die eine Adhäsivbefestigung erfordern. Studien zeigen, dass eine Kombination aus mikromechanischer und chemischer Vorbehandlung für eine langfristig bessere Haftleistung sorgt.
- Vermeiden Sie die Verwendung von Befestigungszementen bei transluzentem Zirkonoxid. Die Opazität kann die Farbanpassung beeinträchtigen. Kunststoffzemente sind hier möglicherweise besser geeignet, um die Bruchfestigkeit zu erhöhen und die Festigkeit der Restauration zu optimieren.
Können Zirkonkronen geklebt werden?
Ja, man kann eine Zirkonkrone mit einem Kunststoffzement befestigen, allerdings ist es unerlässlich, das richtige Verfahren anzuwenden. Die meisten Befestigungsverfahren sind für die Befestigung an Glas ausgelegt, Zirkon ist jedoch eine Keramik. Daher erfordert die Befestigung an Zirkon eine andere Technik, bei der eine chemische und mechanische Vorbehandlung erfolgt.
Wenn Sie eine chemische Verbindung mit einem Silan-Haftvermittler, einem Keramikprimer, einem selbstadhäsiven oder einem adhäsiven Zement herstellen möchten, sollten Sie die Zirkonkrone vorbehandeln, um die mechanische Retention zu verbessern. Die Vorbehandlung kann durch Luftpartikelstrahlen und tribochemische Siliziumdioxidbeschichtung erfolgen. Das Gleiche gilt bei der Verwendung eines Keramikprimers, eines selbstklebenden Materials oder eines Adhäsivzements, der ein saures Adhäsivmonomer enthält, wobei jedoch darauf zu achten ist, dass anschließend ein Silan-Haftvermittler aufgetragen wird, um eine chemische Bindung mit der nun mit Siliziumdioxid beschichteten Oberfläche zu erzielen.
Je nach verwendetem Zirkonoxid eignet sich auch ein harzmodifizierter Glasionomerzement (RMGI). So lassen sich beispielsweise hochfeste Zirkonoxidformulierungen mit RMGI verkleben. Zirkonoxid, das auf Ästhetik optimiert ist, wie beispielsweise y5-Zirkonoxid, profitiert jedoch von der Festigkeit der Kunststoffzemente.
Die Verwendung von Zirkoniumdioxid-spezifischen Primern, die sich chemisch an Zirkoniumdioxid binden können, erhöht ebenfalls die Haftfestigkeit, insbesondere solche, die 10-MDP enthalten. Primer, die 10-MDP enthalten, nutzen die phosphatbasierte Bindung, um sich chemisch an Zirkoniumdioxid zu binden.
Wie auch immer Sie sich für die Verklebung entscheiden, beachten Sie bitte unbedingt die Herstellerangaben für das von Ihnen gewählte System. Diese Angaben gewährleisten, dass Sie die erforderliche Haftfestigkeit und Verarbeitungszeit erzielen.
Zirkonkronen mit Dandy
Ganz gleich, ob Sie noch keine Erfahrung mit der Befestigung von Zirkonkronen haben und gerade die Vor- und Nachteile von Zirkonkronen in Ihrer Praxis abwägen, oder ob Sie bereits über umfangreiche Erfahrung verfügen – die Zusammenarbeit mit Dandy als Ihrem Partner für Zirkon-Zahnlaborleistungen kann Ihrer Praxis und dem Patientenerlebnis zugutekommen. Unser Team für klinische Unterstützung hilft Ihnen bei der Materialauswahl für Ihre Kronen- und Brückenfälle, der Fallplanung, der digitalen Zahnmedizin, den Schritten zur Befestigung von Zirkonkronen und vielem mehr.
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Quellen
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