Eine präzise Abformung ist für die Herstellung gut sitzender Zahnprothesen und Restaurationen unerlässlich. Hier vergleichen wir den digitalen mit dem konventionellen Arbeitsablauf bei der Bissregistrierung für die Herstellung von Vollprothesen.
Was ist eine Bissregistrierung?
Eine Bissregistrierung ist eine Art von Abdruck, der Aufschluss darüber gibt, wie die oberen und unteren Zähne des Patienten ineinanderpassen (Okklusion). Bissregistrierungsabdrücke werden digital mit einem Intraoralscanner oder konventionell mit Abdruckmaterialien angefertigt.
Eine Studie ergab, dass der digitale Abformungsablauf 60 % schneller war als herkömmliche Verfahren.
Was versteht man unter einer Bissregistrierung bei der Anfertigung von Zahnersatz?
Zur Bissregistrierung werden Zahnabdrücke genommen, um festzustellen, wie die oberen und unteren Zähne eines Patienten stehen und wie sie ineinanderpassen. Die Abdrücke werden auch zur Anfertigung von Produkten wie Kronen und Zahnschienen verwendet.
Welche Materialien werden für die Bissregistrierung verwendet?
Zur Bissregistrierung werden Wachs-Bissringe und Materialien zur Bissregistrierung verwendet.
Zu den Marken für Abformmaterialien gehören Blu-Bite HP (Henry Schein), Elements (Pac-Dent), Genie (Sultan Healthcare) und Blu-Mousse (Parkell).
Inwiefern helfen Wachs-Aufbissschienen bei der Bissregistrierung?
Wachsbissschienen helfen dem Zahnarzt dabei, die Bissstellung des Patienten zu erfassen, genaue Messungen vorzunehmen und die richtige Lippenauflage zu bestimmen, damit die Zahnprothese bequem sitzt.
Inwiefern hilft das Blu-Mousse-Material zur Bissregistrierung bei der Bissregistrierung?
Das Bissregistrierungsmaterial „Blu-Mousse VPS“ von Parkell dient dazu, den Biss zu fixieren und ihn in der richtigen vertikalen Dimension zu halten, um einen optimalen Bissabdruck zu erzielen. Blu-Mousse kann zudem zum Ausfüllen von Lücken an abgenutzten Zahnersatzteilen verwendet werden. Das Material bleibt beim Auftragen auf den Oberflächen haften. Blu-Mousse härtet zu einer gipsartigen Konsistenz aus und ist bruchfest beim Beschneiden, Positionieren und Entnehmen aus dem Mund.
Zahnmedizinische Materialien im digitalen Prothesen-Workflow
Bei Dandy ist kein Wachsrand erforderlich, wenn noch eigenes Gebiss vorhanden ist (ausreichend für einen Biss) oder wenn bereits ein gut sitzender Voll- oder Teilprothesenersatz vorhanden ist.
Wenn Sie versuchen, die Okklusionsebene einer alten Prothese anzuheben, können Sie Material hinzufügen und anschließend scannen. So können wir sicherstellen, dass der Biss perfekt sitzt, ganz gleich, wie stark die Prothese abgenutzt ist. Als Materialien kommen Blu-Mousse (auch wenn es möglicherweise zu flüssig ist und keinen Widerstand beim vollständigen Schließen bietet) oder das dickflüssigere Bisswachs bzw. die Bissmasse in Frage.
Digitale Erfassung der Zahnabdruckregistrierung
Die Anfertigung eines präzisen Bissabdrucks ist entscheidend für die erfolgreiche Herstellung einer Vollprothese. Nachfolgend finden Sie einen Überblick über den digitalen Scan-Arbeitsablauf für Patienten mit oder ohne Gebiss auf dem digitalen System von Dandy.
Für Patienten mit Gebiss
Führen Sie die Spitze des Stäbchens ein. Bitten Sie den Patienten, den Mund zu schließen, während Sie das Stäbchen als Wangenretraktor verwenden.
Schalten Sie den Scanner ein. Beginnen Sie mit dem Scannen, indem Sie den Scanner im Bereich des zweiten Backenzahns ansetzen und ihn langsam mit einer bürstenartigen Bewegung bis zur Mittellinie führen.
Schalten Sie den Scanner aus.
Wählen Sie in der Software „Biss 2“ aus und wiederholen Sie den Scanvorgang auf der gegenüberliegenden Seite. Die Software erfasst den Biss.
Für Patienten ohne Gebiss (zahnlos), die jedoch eine Prothese tragen
Fixieren Sie die Prothesen gegebenenfalls mit Abformmaterial.
Führen Sie den Biss-Scan extraoral mit einer schwungvollen Bewegung durch. Scannen Sie vom zweiten Backenzahn zum zweiten Backenzahn. Folgen Sie dabei sorgfältig den Zahnbögen, um den gesamten Biss in einem Scan zu erfassen.
Arbeitsablauf für Wachsbissränder (Patienten ohne Gebiss oder Prothese)
Termin 1: Intraoralen Scan erstellen
- Wählen Sie den/die Zahnbogen aus, für den/die eine Vollprothese angefertigt werden soll.
- Bei Schwierigkeiten beim Scannen (insbesondere bei einem zahnlosen Unterkiefer) können Ärzte einen Standardabdruck nehmen und entweder den Abdruck oder das Modell scannen.
Termin 2: Abformung mittels Wachsabformring und Aufnahme eines 360°-Extraoral-Scans des Wachsrings
- Nachdem Sie den Wachsbissring von Dandy erhalten haben, führen Sie ihn in den Mund des Patienten ein, um einen präzisen Bissabdruck zu erhalten.
- Tragen Sie etwas Duschgel auf den Rand des Wachsmodells auf, um eine saubere Formgebung und Präzision zu erzielen.
- Markieren Sie den Wachsbissrand deutlich mit den Lächellinien, den Eckzahnlinien und den Mittellinien des Patienten.
- Material zum Ausbiss einfügen.
- Sehr empfehlenswert: Machen Sie Fotos vom Patienten.
- Frontalaufnahme, auf der der Patient natürlich lächelt (mit eingesetztem Wachsbissring).
- Zwei Profilfotos (jeweils von einer Seite), auf denen der Patient natürlich lächelt (mit eingesetztem Wachsbissring).
- Wenn möglich: Eine Frontalaufnahme des Patienten mit eingesetzten Wangenretraktoren (mit aufgesetztem Wachsbissring).
Stellen Sie den Fall ein und scannen Sie die Prothese
- Führen Sie einen 360°-Extraoral-Scan des/der Wachsbissränder durch.
- So nehmen Sie eine Bissregistrierung vor:
- Bei einem Wachsbissring für einen einzelnen Zahnbogen scannen Sie mit dem Wachsbissring im Mund (vom Backenzahn bis zur Mittellinie) und blauer Mousse.
- Bei Wachsbissringen für beide Zahnreihen scannen Sie beide Zahnreihen in Okklusion außerhalb des Mundes (vollständige Zahnreihe von Backenzahn zu Backenzahn) mit dem Material.
Herkömmlicher Arbeitsablauf bei der Bissregistrierung im Vergleich zum digitalen Arbeitsablauf in der Prothetik
Herkömmliche Zahnersatzlösungen erfordern in der Regel mehrere Patientenbesuche, eine längere Anpassungszeit und tagelange Lieferzeiten. Zudem kann jeder einzelne Arbeitsschritt zu Produktionsfehlern führen, darunter auch Materialschrumpfung. Aus diesem Grund rüsten immer mehr Zahnärzte ihre Praxen auf digitale Zahnmedizin um.
Ein Überblick über den herkömmlichen Prozess der Prothesenherstellung
Für die erste Anpassung werden Abformungen angefertigt. Die vertikale Okklusionshöhe (VDO) des Patienten wird mit einer Wachsschiene gemessen. Gegebenenfalls sind Wachsanpassungen erforderlich.
Es werden endgültige Abdrücke für die Ästhetik und Passform genommen. In dieser Phase werden Biss, Zahnstellung und Zahnfleischkonturen erfasst.
Mit einer individuell angefertigten Abformschiene werden Masterabdrücke genommen, die an ein Labor geschickt werden, um dort das endgültige Modell anzufertigen.
Sobald der Abdruck im Labor eingetroffen ist, fertigen die Zahntechniker anhand des physischen Abdrucks ein Modell an.
Anschließend senden sie die Prothese an den Zahnarzt zurück, der einen Termin für den Patienten vereinbart.
Der Patient probiert die Zahnprothese an und prüft, wie angenehm der Biss ist; dies kann einige Anläufe und einen Hin- und Her-Austausch mit dem Labor erfordern.
Nach den Anpassungen wird die fertige Prothese in den Mund des Patienten eingesetzt.
Je nach Patient können weitere Anpassungen erforderlich sein.
Digitaler Zahnersatz in zwei Terminen bei Dandy
Termin 1: Der Scan. Es wird ein intraoraler Scan des Ober- und Unterkiefers des Patienten sowie eine Bissregistrierung mittels Gebiss oder Schiene vorgenommen. Ein präzises digitales Modell wird umgehend als digitale Datei an das Dentallabor von Dandy übermittelt. Ein erfahrenes Team für digitales Zahnersatzdesign prüft die digitalen Dateien, um sicherzustellen, dass der 3D-gedruckte Zahnersatz perfekt sitzt.
Termin 2: Die Anpassung. In etwa einer Woche trifft das fertige Prothesenmodell in der Praxis ein. Hinweis: Bei einigen Patienten sind möglicherweise geringfügige Anpassungen erforderlich. Ihre Patienten erhalten ihre neuen Prothesen nach zwei oder drei Terminen.
Digitale Prothesen für zahnlose Patienten
Termin 1: Der Zahnarzt scannt den oberen und unteren zahnlosen Kiefer. Der Scan wird hochgeladen und anschließend an das Labor gesendet. Dort wird ein Wachsrand angefertigt und an den Zahnarzt versandt.
Termin 2: Der Zahnarzt erfasst den Biss mithilfe des Wachsrandes und führt einen 360°-Scan durch. Der daraus resultierende Scan wird digital mit dem intraoralen Scan zusammengeführt, um ein vollständiges Modell zu erstellen.
Termin 3: Nach Abschluss der Fertigung und des Drucks wird das Modell in den Mund eingesetzt, um einen perfekten Sitz zu gewährleisten.
Die Vorteile der digitalen Prothesenplanung
- Zeitersparnis
- Weniger Termine erforderlich
- Kürzere Bearbeitungszeit
- Höhere Genauigkeit
- Schneller Austausch
- Kostengünstig
Einfache Bissregistrierung und digitale Prothesen mit Dandy
Die Herstellung von Vollprothesen ist ein komplexer Prozess, unabhängig davon, ob Sie den traditionellen oder den digitalen Arbeitsablauf nutzen – und ein wichtiger Schritt in beiden Verfahren ist die Bissregistrierung. Ganz gleich, ob Sie noch neu in der digitalen Zahnmedizin sind oder bereit sind, Ihren Patienten Prothesen in nur zwei Terminen anzubieten: Dandy steht Ihnen als Ihr Laborpartner für digitale Prothesen zur Seite. Von unserem kompetenten klinischen Support-Team bis hin zu intuitiven digitalen Arbeitsabläufen – mit diesem neuen Angebot können Sie Ihre Praxis auf ein neues Niveau heben. Erfahren Sie noch heute mehr.